Website erstellen lassen oder Baukasten? Der ehrliche Vergleich

Website erstellen lassen oder mit Wix, Jimdo oder IONOS selbst bauen? Die Antwort hängt weniger am Preis als an deiner Zeit und daran, ob dich neue Kunden über Google finden sollen. Hier ist der Vergleich ohne Verkaufsdruck.

Tim Tonat7 Min. LesezeitStand 2. Oktober 2026

Die Optionen: Baukasten, Freelancer, Agentur

Wer eine Website braucht, hat im Kern drei Wege. Du baust sie selbst mit einem Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS MyWebsite. Du lässt sie von einem Freelancer erstellen. Oder du beauftragst eine Agentur. Dazwischen gibt es Mischformen, etwa WordPress mit gekauftem Theme oder Miet-Websites im Abo.

Die Frage „Website erstellen lassen oder selbst bauen?“ ist deshalb eigentlich zwei Fragen. Erstens: Wer macht die Arbeit? Zweitens: Wer kümmert sich danach? Die meisten Betriebe unterschätzen die zweite.

Was ein Baukasten für Handwerker leistet

Baukästen sind besser geworden. Die Vorlagen sehen ordentlich aus, sind für das Handy angepasst, und viele Anbieter schlagen mittlerweile per KI erste Texte vor. Für einen Betrieb, der eine einfache Seite mit Adresse, Leistungen und Telefonnummer braucht, kann das reichen.

Wo Wix, Jimdo und IONOS stark sind

  • Schneller Start, erste Seite an einem Abend möglich.
  • Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt der Anbieter.
  • Geringe Einstiegskosten, meist ein Monats- oder Jahresbetrag.
  • Änderungen machst du selbst, ohne auf jemanden zu warten.

Wo es für Handwerker eng wird

  • Deine Zeit: Die Vorlage ist schnell gewählt. Texte schreiben, Fotos auswählen und alles auf dem Handy prüfen dauert. Realistisch sind 20 bis 40 Stunden für eine ordentliche Seite.
  • Gleiche Optik: Beliebte Vorlagen nutzen viele Betriebe. Dein Auftritt sieht dann aus wie der von Mitbewerbern.
  • Bindung an den Anbieter: Ziehst du um, nimmst du in der Regel nur Texte und Bilder mit, nicht die Seite selbst.
  • Sichtbarkeit bei Google: Technisch kann man auch mit einem Baukasten ranken. In der Praxis fehlen meist die Leistungsseiten, die lokalen Seiten und das Wissen, worauf es ankommt.

Der Mittelweg: WordPress mit fertigem Theme

Zwischen Baukasten und Maßarbeit liegt WordPress. Das System ist kostenlos, du brauchst ein Hosting-Paket und kaufst ein Theme, also eine Designvorlage. Viele Freelancer arbeiten so, und auch viele Betriebe haben auf diesem Weg ihre erste Seite gebaut.

Der Vorteil: Die Seite liegt bei einem Hoster deiner Wahl, und du kannst jederzeit umziehen oder einen anderen Dienstleister beauftragen. Der Nachteil zeigt sich nach einem Jahr. WordPress, Theme und jedes Plugin brauchen regelmäßige Updates. Bleiben die aus, wird die Seite langsam oder angreifbar. Eine WordPress-Seite ohne Wartung ist wie ein Firmenwagen ohne Inspektion: Er fährt eine Weile, bis er es nicht mehr tut.

Wenn du diesen Weg gehst, kläre vorher, wer die Updates macht und was das kostet. Lass dir zeigen, welche Plugins installiert sind. Je weniger, desto besser.

Website erstellen lassen oder selbst bauen: Kosten über drei Jahre

Monatspreise täuschen. Rechne lieber über drei Jahre, denn so lange hält eine Website mindestens. Die Zahlen sind grobe Einschätzungen, deine Angebote können abweichen.

  • Baukasten: etwa 15 bis 30 € im Monat für einen Tarif mit eigener Domain, also rund 540 bis 1.080 € in drei Jahren. Dazu 20 bis 40 Stunden eigene Arbeit. Bei einem Stundensatz von 50 € sind das noch einmal 1.000 bis 2.000 €.
  • Freelancer: 1.000 bis 5.000 € einmalig, dazu Domain und Hosting mit 5 bis 15 € im Monat, in drei Jahren also 180 bis 540 €. Eigene Arbeit: ein paar Stunden für Gespräch, Fotos und Korrektur.
  • Agentur: 3.000 bis 15.000 € einmalig, häufig mit Wartungsvertrag.
  • Miet-Website: 50 bis 200 € im Monat bei 24 bis 48 Monaten Laufzeit, in drei Jahren 1.800 bis 7.200 €. Danach gehört dir die Seite oft nicht.

Eine ausführliche Aufschlüsselung mit allen laufenden Posten steht im Ratgeber Was kostet eine Handwerker-Website.

Sichtbarkeit bei Google: der eigentliche Unterschied

Die meisten Handwerker brauchen eine Website nicht, um gut auszusehen, sondern um gefunden zu werden. Wer „Fliesenleger Köln“ oder „Heizung reparieren Nippes“ sucht, sieht zuerst die Karte mit Google-Einträgen und darunter die Websites, die zur Suche passen. Dafür braucht es drei Dinge:

  1. Ein gepflegtes Google Unternehmensprofil mit passender Kategorie, Einzugsgebiet, Fotos und Bewertungen. Die Anleitung dazu steht im Ratgeber Google Unternehmensprofil für Handwerker.
  2. Eine eigene Seite je Leistung, die genau den Suchbegriff beantwortet. Eine Seite „Leistungen“ mit zehn Stichworten rankt für keines davon richtig.
  3. Saubere Technik: schnelle Ladezeit, klare Seitentitel, strukturierte Daten.

Das alles geht grundsätzlich auch im Baukasten. Es ist nur selten der Fall, weil der Baukasten dir das Werkzeug gibt, aber nicht den Plan. Wer selbst bauen will, sollte sich vorher einlesen, etwa im Ratgeber Mehr Anfragen über Google.

Rechtssicherheit: Impressum, Datenschutz, Cookies

Egal wie die Seite entsteht: Für Impressum und Datenschutz bist du als Betreiber verantwortlich, nicht der Baukasten und nicht der Webdesigner. Die typischen Schwachstellen:

  • Ein Impressum ohne Kammer, Berufsbezeichnung oder vertretungsberechtigte Person.
  • Eine Datenschutzerklärung, die eingebundene Dienste (Karten, Videos, Schriften, Statistik) nicht nennt.
  • Ein Cookie-Hinweis, der Dienste schon lädt, bevor der Besucher zugestimmt hat.
  • Fotos aus dem Netz ohne Lizenz.

Beim Baukasten musst du das selbst prüfen, beim Dienstleister solltest du es im Angebot schriftlich haben. Was genau ins Impressum gehört, steht im Ratgeber zu Impressum und Datenschutz für Handwerker.

Website erstellen lassen: Freelancer oder Agentur?

Wenn du dich fürs Erstellenlassen entschieden hast, kommt die nächste Frage. Beide Wege haben ihre Berechtigung.

Freelancer

Du sprichst direkt mit der Person, die deine Seite baut. Das macht Abstimmungen kurz und Preise meist niedriger. Der Haken: Wird der Freelancer krank oder hört auf, gibt es keine Vertretung. Deshalb müssen Domain, Hosting und alle Zugänge auf dich laufen, damit jemand anderes jederzeit übernehmen kann.

Agentur

Eine Agentur hat ein Team und damit Vertretung. Sie kann Fotografie, Texte, Werbeanzeigen und Social Media aus einer Hand liefern. Das kostet entsprechend mehr, und dein Ansprechpartner ist oft eine Projektleitung, nicht der Entwickler. Für Betriebe mit mehreren Standorten, Online-Shop oder großem Werbebudget passt das gut.

Worauf du bei beiden achtest

  • Echte Referenzen, die du live öffnen kannst.
  • Festpreis mit klarer Leistungsbeschreibung.
  • Wer Texte und Fotos liefert.
  • Was nach dem Livegang kostet und wie lange du gebunden bist.
  • Ob du Inhalte selbst ändern kannst.

Entscheidungshilfe: Was passt zu deinem Betrieb?

Nimm einen Baukasten, wenn

  • deine Auftragsbücher über Empfehlungen voll sind und die Seite nur Visitenkarte ist,
  • du Spaß an Gestaltung hast und abends Zeit dafür findest,
  • dein Budget gerade wirklich keine Einmalzahlung zulässt.

Lass die Website erstellen, wenn

  • du neue Kunden über Google gewinnen willst,
  • du mehrere Leistungen hast, die einzeln gefunden werden sollen,
  • deine Stunde auf der Baustelle mehr wert ist als eine Stunde am Rechner,
  • du dich nicht selbst um Rechtstexte und Technik kümmern willst.

Eine Option unter vielen: Ich baue bei Veedel Digital Websites für Handwerksbetriebe zum Festpreis, ab 999 € im Starter-Paket oder 1.499 € mit Leistungsseiten, lokalem SEO und einem Jahr Betreuung. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG ist das der Endpreis. Die Seite ist in zwei Wochen online, Domain und Hosting laufen auf dich. Details stehen auf der Preisseite, Beispiele unter Referenzen. Wenn du unsicher bist, welcher Weg passt, frag über das Kontaktformular nach einer ehrlichen Einschätzung.

Was dazu oft gefragt wird.

Ist Wix oder Jimdo für Handwerker geeignet?

Für eine einfache Visitenkarte ja. Für eine Seite, die über Google neue Aufträge bringen soll, fehlt meist nicht das Werkzeug, sondern die Zeit und das Wissen für Leistungsseiten, lokale Seiten und saubere Rechtstexte.

Lieber machen lassen? Festpreis, in zwei Wochen online.

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und Vereine. Das Erstgespräch kostet nichts, und wenn eine neue Seite sich für dich nicht lohnt, sage ich dir das.

  1. 01Deine Anfrage geht raussofort
  2. 02Ich melde mich persönlich< 24 Stunden
  3. 03Erstgespräch, kostenlos20–30 Minuten
  4. 04Der erste Entwurf steht5 Werktage