Was kostet eine Handwerker-Website? Preise 2026 im Überblick

Die Kosten einer Handwerker-Website liegen zwischen ein paar Euro im Monat für einen Baukasten und fünfstelligen Beträgen bei einer Agentur. Hier steht, welche Preise realistisch sind, welche laufenden Kosten dazukommen und woran du ein faires Angebot erkennst.

Tim Tonat8 Min. LesezeitStand 2. Oktober 2026

Handwerker-Website Kosten: Baukasten, Freelancer und Agentur im Vergleich

Die Preisspannen unten sind meine Einschätzung aus Angeboten, die mir Betriebe gezeigt haben, und aus den Preisseiten der Anbieter. Sie sind keine Statistik. Sie zeigen aber, warum zwei Angebote für „eine Website“ um den Faktor zehn auseinanderliegen können.

Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS und Co.)

Die bekannten Baukästen kosten mit eigener Domain und ohne Werbung grob 10 bis 40 € im Monat. Die beworbenen Einstiegspreise gelten meist nur bei Jahres- oder Zweijahresvertrag, danach wird es teurer. Was in keinem Tarif steckt: deine Arbeitszeit. Texte schreiben, Fotos auswählen, Impressum und Datenschutz einrichten, alles auf dem Handy prüfen. Wer das zum ersten Mal macht, sitzt realistisch mehrere Wochenenden dran. Rechne deinen eigenen Stundensatz dagegen, dann ist der Baukasten selten das günstigste Modell. Wann er trotzdem reicht, steht im Vergleich Website erstellen lassen oder Baukasten.

Freelancer

Ein freiberuflicher Webdesigner baut eine Handwerker-Website mit fünf bis zehn Seiten meist für 1.000 bis 5.000 €. Die Spanne hängt daran, ob Texte und Suchmaschinenoptimierung dabei sind oder ob du alles selbst lieferst. Vorteil: ein fester Ansprechpartner, kurze Wege, oft ein Festpreis. Risiko: Fällt die Person aus, steht dein Projekt. Deshalb ist es wichtig, dass Domain und Zugänge auf dich laufen (mehr dazu weiter unten).

Agentur

Agenturen liegen für einen vergleichbaren Umfang eher bei 3.000 bis 15.000 €. Dafür bekommst du ein Team: Projektleitung, Design, Entwicklung, Text, manchmal Fotografie. Für einen Betrieb mit drei bis zehn Leuten ist das oft mehr, als gebraucht wird. Sinnvoll wird eine Agentur, wenn du mehrere Standorte hast, einen Online-Shop brauchst oder laufend Werbung schalten willst.

Miet-Website im Abo

Eine vierte Variante wird Handwerkern oft am Telefon angeboten: keine Einmalzahlung, dafür 50 bis 200 € im Monat bei 24 bis 48 Monaten Laufzeit. Klingt bequem. Über vier Jahre kommen so aber schnell 5.000 € und mehr zusammen, und am Ende gehört dir die Seite meist nicht. Kündigst du, ist sie weg.

Was den Preis einer Handwerker-Homepage bestimmt

Wenn du Angebote vergleichst, frag bei jedem Posten nach, ob er enthalten ist. Die größten Preistreiber sind fast immer dieselben.

  • Anzahl der Seiten: Eine Startseite mit Kontakt ist schnell gebaut. Jede Leistungsseite (Fassade, Innenanstrich, Tapezieren) braucht eigenen Text und eigene Bilder.
  • Texte: Lieferst du sie selbst oder schreibt sie der Anbieter? Gute Texte sind oft der teuerste Einzelposten, weil sie Gespräche und Recherche brauchen.
  • Fotos: Eigene Baustellenfotos vom Handy reichen häufig, wenn sie scharf und hell sind. Ein Fotograf für einen halben Tag liegt grob bei 300 bis 800 €.
  • Design: Vorlage mit getauschtem Logo oder eigener Entwurf? Eine Vorlage ist billiger, sieht aber aus wie viele andere Betriebe auch.
  • Lokales SEO: Seitentitel, Struktur, Schema-Markup, eigene Seiten für dein Einsatzgebiet und die Einrichtung des Google Unternehmensprofils. Das ist der Teil, der über Anfragen entscheidet, und der Teil, der in Billigangeboten am häufigsten fehlt.
  • Funktionen: Kontaktformular gehört dazu. Terminbuchung, Kostenrechner oder Mehrsprachigkeit kosten extra.

Wie viel davon ein Betrieb wirklich braucht, hängt vom Gewerk ab. Ein Elektriker mit Notdienst braucht die Telefonnummer ganz oben, ein Tischler eher eine starke Bildergalerie. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die Seiten zu Websites für Elektriker und Websites für Tischler und Schreiner.

Website erstellen lassen: monatliche Kosten nach dem Start

Mit dem Livegang hören die Kosten nicht auf. Diese Posten kommen jedes Jahr wieder, egal wer die Seite gebaut hat.

  • Domain: Eine .de-Adresse kostet ein paar Euro im Jahr, bei vielen Hostern ist sie im Paket enthalten.
  • Hosting: Für eine Handwerker-Website reicht ein einfaches Webhosting-Paket. Zusammen mit der Domain liegst du meist bei 5 bis 15 € im Monat.
  • Wartung: Updates, Backups, Sicherheitsprüfung. Bei WordPress-Seiten mit vielen Plugins ist das Pflicht, sonst wird die Seite angreifbar. Wartungsverträge liegen grob zwischen 30 und 150 € im Monat. Statische Seiten ohne Datenbank brauchen deutlich weniger Pflege.
  • Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung müssen stimmen, wenn sich Gesetze oder eingebundene Dienste ändern. Generatoren gibt es kostenlos, Abo-Dienste mit Aktualisierung kosten einen kleinen monatlichen Betrag.
  • Änderungen: Neues Projekt in die Galerie, neue Leistung, neue Öffnungszeiten. Entweder du machst das selbst über einen Zugang, oder es läuft über eine Pauschale beziehungsweise Stundensatz.

Welche Angaben auf eine Handwerker-Seite gehören und was bei Cookies und Formularen gilt, steht im Ratgeber zu Impressum und Datenschutz für Handwerker-Websites.

Kostenfallen, die ich in Angeboten immer wieder sehe

Die Domain läuft auf den Anbieter

Das ist die teuerste Falle. Wenn die Adresse deines Betriebs auf die Agentur registriert ist, kommst du bei einem Wechsel nur mit deren Zustimmung an sie heran. Bestehe darauf, dass Domain und Hosting auf deinen Namen laufen.

Lange Laufzeiten ohne Eigentum

Bei Miet-Modellen bezahlst du über Jahre, ohne dass dir am Ende etwas gehört. Lies im Vertrag nach, was nach der Kündigung mit Texten, Bildern und der Seite passiert.

„SEO inklusive“ ohne Inhalt

Ein Satz im Angebot ist keine Suchmaschinenoptimierung. Frag konkret: Welche Suchbegriffe? Wie viele Seiten dafür? Wird das Google Unternehmensprofil eingerichtet? Was dahintersteckt, erklärt der Ratgeber Mehr Anfragen über Google mit lokalem SEO.

Bilder ohne Rechte

Fotos aus der Google-Bildersuche sind keine Option. Auch bei Stockfotos gehört die Lizenz dazu. Abmahnungen wegen Bildrechten kosten schnell mehr als die ganze Website.

Stundensatz für jede Kleinigkeit

Wenn jede Textänderung über einen Stundensatz mit Mindestabrechnung läuft, wird die günstige Website im zweiten Jahr teuer. Frag vorher, was eine typische Änderung kostet.

Woran du ein faires Angebot erkennst

Ein gutes Angebot kannst du ohne Rückfrage verstehen. Diese Punkte sollten drinstehen:

  1. Ein Festpreis oder eine klare Obergrenze, kein „ab“ ohne Ende.
  2. Die Anzahl der Seiten und welche das sind.
  3. Wer Texte und Fotos liefert.
  4. Ob Impressum, Datenschutz und Cookie-Hinweis eingerichtet werden.
  5. Welche SEO-Leistungen konkret enthalten sind.
  6. Dass Domain, Hosting und alle Zugänge auf dich laufen.
  7. Was nach dem Livegang monatlich kostet und wie lange du gebunden bist.
  8. Ein Zeitplan bis zum Livegang.

Und schau dir die Referenzen an, und zwar die echten Live-Seiten statt Screenshots. Öffne sie auf dem Handy. Lädt die Seite schnell? Findest du die Telefonnummer in drei Sekunden? Einige Beispiele mit Fallstudie findest du unter Referenzen von Veedel Digital.

Lohnt sich das? Ein Rechenbeispiel

Die Frage nach den Kosten ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte: Was bringt eine Anfrage? Setz hier deine eigenen Zahlen ein, die folgenden sind nur ein Beispiel.

  • Ein Malerbetrieb hat einen durchschnittlichen Auftrag von 2.500 €.
  • Nach Material und Lohn bleiben davon angenommen 20 Prozent, also 500 €.
  • Eine Website für 1.500 € hat sich nach drei zusätzlichen Aufträgen bezahlt.
  • Wenn jede vierte Anfrage zum Auftrag wird, sind das zwölf Anfragen. Über ein Jahr verteilt ist das eine pro Monat.

Ob eine Website das schafft, hängt fast nur daran, ob sie bei Google für „dein Gewerk plus deine Stadt“ gefunden wird. Eine schöne Seite, die niemand findet, ist eine digitale Visitenkarte und wird sich nicht über Anfragen bezahlt machen. Das ist kein Argument für das teuerste Angebot, sondern dafür, bei der Auswahl auf die SEO-Posten zu achten.

Was eine Website bei Veedel Digital kostet

Zur Einordnung, damit du einen konkreten Vergleichswert hast: So sehen meine Preise aus. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechne ich keine Umsatzsteuer, der Preis ist also der Endpreis.

  • Starter, 999 € einmalig: Website mit fünf Unterseiten, eigenes Design, Impressum und Datenschutz, Kontaktformular, Google-Maps-Einbindung. Ohne eigene Leistungs- und SEO-Seiten.
  • Handwerker Pro, 1.499 € einmalig: dazu eine Leistungsseite je Gewerk, lokale SEO-Seiten für dein Einsatzgebiet, Einrichtung und Pflege des Google Unternehmensprofils, Schema-Markup und ein Jahr Betreuung.
  • Sichtbarkeitsflat, 99 € im Monat: zubuchbar, laufende SEO-Betreuung, Updates, Backups und Textänderungen. Monatlich kündbar.

Domain und Hosting laufen auf deinen Namen und kosten je nach Anbieter etwa 5 bis 15 € im Monat. Von der ersten Besprechung bis zum Livegang vergehen zwei Wochen. Alle Details stehen auf der Preisseite mit beiden Paketen. Wenn du wissen willst, was für deinen Betrieb sinnvoll ist, schreib mir über das Kontaktformular für ein kostenloses Erstgespräch. Wenn ein Baukasten für dich reicht, sage ich dir das auch.

Was dazu oft gefragt wird.

Was kostet eine einfache Homepage für einen Handwerksbetrieb?

Eine einfache Seite mit fünf Unterseiten kostet beim Freelancer meist zwischen 1.000 und 2.500 € einmalig. Dazu kommen Domain und Hosting mit etwa 5 bis 15 € im Monat. Im Baukasten zahlst du weniger Geld, aber deutlich mehr eigene Zeit.

Lieber machen lassen? Festpreis, in zwei Wochen online.

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und Vereine. Das Erstgespräch kostet nichts, und wenn eine neue Seite sich für dich nicht lohnt, sage ich dir das.

  1. 01Deine Anfrage geht raussofort
  2. 02Ich melde mich persönlich< 24 Stunden
  3. 03Erstgespräch, kostenlos20–30 Minuten
  4. 04Der erste Entwurf steht5 Werktage